Koliken & Schreibaby
Untröstliches Weinen ist zermürbend
Wenn ein Baby über Stunden weint und sich kaum beruhigen lässt, zehrt das an den Nerven und am Herzen. Du tust nichts falsch. Manche Babys weinen in den ersten Monaten besonders viel, oft am Abend. Das sagt nichts über dich als Eltern aus.
Was hinter Koliken stecken kann
Die genauen Ursachen sind nicht völlig geklärt: ein unreifer Verdauungstrakt, Überreizung am Ende des Tages, das Verarbeiten vieler Eindrücke. Meist ist es eine vorübergehende Phase, die sich nach den ersten Monaten von selbst legt, das ist tröstlich zu wissen.
Beruhigung behutsam ausprobieren
Sanftes Tragen, rhythmisches Wiegen, gleichmäßige Geräusche, Hautkontakt, eine warme Bauchlage über deinem Arm, gedämpftes Licht. Nicht alles hilft bei jedem Baby. Probiere ruhig aus und bleib selbst möglichst gelassen, deine Ruhe überträgt sich.
Auf dich selbst achten
Stundenlanges Schreien kann verzweifeln lassen. Das ist menschlich. Leg das Baby im Notfall sicher in sein Bett und verlasse kurz den Raum, um durchzuatmen, das ist besser, als die Geduld zu verlieren. Wechselt euch ab, holt Hilfe, ihr müsst das nicht allein tragen.
Niemals schütteln
So verzweifelt man auch ist, ein Baby darf niemals geschüttelt werden, das kann zu schwersten, bleibenden Schäden führen. Wenn die Anspannung übergroß wird, leg das Baby sicher ab und hol dir Unterstützung. Sich Hilfe zu holen ist Stärke, kein Versagen.
Wann zur Ärztin oder zum Arzt
Bei sehr starkem oder verändertem Schreien, Fieber, schlechtem Trinken, Erbrechen, auffälliger Schlaffheit oder wenn du dir Sorgen machst, lass das Baby ärztlich untersuchen. Schreiambulanzen und Beratungsstellen bieten zudem konkrete, entlastende Hilfe.
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